Unser Verein

 

 

 

Gegründet am 24.03.1989 als Volkskunstkollektiv des VEB Stadtbaubetrieb Jena, durch nach Jena verzogene Spielleute des Spielmannszuges des Turnvereines Jahnbund Apolda 1874 e. V. und interessierte Betriebs- und Familienangehörige.

 

Zielstellung bei der Gründung war die Pflege des Erbes der Spielleute im traditionsreichen Städtedreieck Weimar-Jena-Apolda, also dem Territorium des ehemaligen Großherzogtum Sachsen-Weimar, dabei die Geschichte der Spielleute auf zivilem und militärischem Gebiet zu Erforschen, der Öffentlichkeit durch Ausstellungen, das historische Mitteilungsblatt des Vereines und als historische Darstellungsgruppe die Ergebnisse der Forschung mitzuteilen.

 

Durch die über 100 jährige Geschichte des SZ-TJA konnte bei der Pflege des Erbes an die noch lebenden Traditionen der Spielleute angeknüpft werden, die u. a. aus der Wechselbeziehung der Spielleute im Turnverein – Militär – Turnverein bestand.

 

Da die noch namentlich bekannten Spielleute in den Einheiten des IR94 5. Thür. Großherzog von Sachsen der Landwehr und dem Landsturm des Großherzogtum auch als Spielleute ihren Dienst geleistet haben, bezieht sich die Uniformierung der Darstellungsgruppe auf die regionalen Begebenheiten.

 

Die Zeiträume 1813 bis 1920 sind das Hauptfeld der Tätigkeiten des Vereines.

 

Die Darstellungsgruppe der aktiven Spielleute unseres Vereines, die nach der Satzung nicht größer als 9 Personen sein soll, kann auf einen reichhaltigen Fundus an Uniformen und Ausrüstungen zurückgreifen.

 

So sind wir in der Lage 200 Jahre Geschichte der Spielleute in den Hauptetappen fast lückenlos darzustellen und bei Ausstellungen mit Exponaten zu dokumentieren.

    

 

    Die Themen der Darstellungsbilder der Spielleute :

 

-   Spielleute des Großherzoglich Sächsischen Landsturm um 1815 vom Amt II Apolda

 

-   Trompeter der Freiwilligen Jäger zu Pferde 1814 Herzogtum Sachsen, Weimar und Eisenach

 

-   Spielleute des Turnverein Jahnbund Apolda 1874 e. V. um 1884

 

-   Spielleute des 5. Thür. IR94 „Großherzog von Sachsen“ um 1910 Standort Jena III. Bataillon

 

-   Spielleute der Deutschen Turnerschaft um 1920

 

-   Einzeldarstellung von Spielleuten von Regimentern des 11. Armeecorps um 1900 sowie Polizei um 1920

 

 

Durch die Beteiligung an historischen Festumzügen kamen wir in Berührung mit Vereinen der Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen und wurden am 01.01.1992 deren Mitglied.

 

Von jetzt an ist der Verein an vielen Großveranstaltungen im In- und Ausland beteiligt.

 

Darunter zählen Leipzig, Jena-Auerstedt, Wartenburg, Großgörschen, Luckau, Großbeeren, Wien, St. Pölten, Königgrätz, Austerlitz, Kollin, Zopten, Przemysl, usw.

 

In der Folgezeit war der Zuwachs an Mitgliedern, die kein Instrument spielen wollten, sich aber trotzdem an den historischen Darstellungen beteiligten, so groß geworden, dass weitere Darstellungsgruppen im Verein entstanden sind. Dazu kamen:

 

-   die Großherzoglich-Sächsischen Marketenderinnen  um 1813 bis 1815

 

-   der Großherzoglich Sächsische Landsturm  um 1815

 

-   1 Geschütz und Besatzung   Artillerie Sachsen Weimar und Eisenach  um 1815

 

 

Im Jahr 2002 wurde aus in Jena wohnenden Spätaussiedlern aus den ehemaligen GUS-Staaten das Russische Ensemble „Gemeinsam“ der HSGJ e. V. gebildet. Hier wird gemeinsam das russische und deutsche Brauchtum auf dem Gebiet der Volkskunst, des Liedgutes des Volkstanzes und der Geselligkeit gepflegt. 

 

Im Verein wird Musikausbildung im Bereich der Signalmusik der Spielleute durchgeführt. Die Beherrschung der traditionellen Spielleuteinstrumente wie Signalhorn in den Stimmungen C,B, ES, Trommelflöte, Marschtrommel, große Trommel, Hochtrommel und Marschbecken wird eingeübt.

 

Alle Vereinsbereiche unterstützen sich gegenseitig bei der Durchführung von Veranstaltungen auf historischen oder musikalischen Gebieten. So werden Bühnenveranstaltungen, Veranstaltungen im Freien sowie Ausstellungen, selbstständig oder mit Partnern durchgeführt. Besondere Kooperationsbeziehungen bestehen traditionell mit dem Turnverein Jahnbund Apolda 1874 e.V. .

 

Die Forschungsarbeiten im Verein befassen sich mit der regionalen Thüringer Geschichte, der Uniformkunde sowie einer Materialsammlung „Jena als Garnisonsstadt 1726 bis 1992“.

 

Hauptaugenmerk unseres Vereines wird auf die Einbeziehung der Jugend in die Vereinsarbeit gelegt. Der im Jahr 2004 gebildete Jugendrat des Vereines gestaltet, mit den jugendlichen Vereinsmitgliedern den Vorstellungen der jungen Leute, entsprechende Veranstaltungen. Im Ergebnis dessen bildete sich aus dem zum Verein gehörenden Jugendlichen im Jahr 2005 eine 

 

Systhema- Sportgruppe und in deren Folge die Darstellungsgruppe „Kosaken 1813“

die aus Jugendlichen mit Migrationshintergrund gebildet wurde.

  

Im Rahmen der Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen anlässlich des 200. Jahrestages der Schlacht bei Jena - Auerstedt 1806, führte unser Verein mehrere Projekte durch.

Im Ergebnis dessen entstand, mit der Anschaffung von Halbmondsignalhörnern, das Darstellungsbild „ Bataillonsmusik 1806“.

 

Durch die neue Darstellungsgruppe Kosaken entwickelten sich die Beziehungen zu den 1990 wieder gegründeten Kosakenorganisationen. So bestehen seit 2006 enge Beziehungen zur „ Internationalen Friedenschaffenden Gesellschaftlichen Vereinigung der Armee der Kosakengarde“. Mitglieder des Vereines bilden den Verbindungsstab Kosakengarde – Union der Europäischen Wehrhistorischen Gruppen. Durch diese Arbeit wurde es möglich dass die Kosakengarde, anlässlich des Generalrapport 2008 der UEWHG, in diese europäische Organisation  aufgenommen wurde.

 

Die Integrationsarbeit des Vereines wird ständig ausgebaut. Im Dezember 2008 wurden 2Mitglieder unseres Vereines in den Integrationsbeirat der Stadt Jena gewählt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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